Am 3. März 2025 war es wieder so weit: Judy stand erneut bei mir im Studio vor der Kamera. Doch diesmal war etwas anders – etwas Besonderes. Dieses Shooting war ihr letztes mit den langen, kunstvoll eingedrehten Haaren.
Schon beim ersten Bild war klar: Judy wollte nochmal alles aus diesem Look herausholen. Zwischen den Lamellen der Jalousien hindurch schimmert ihr Blick – neugierig, stark, ein Hauch von Geheimnis. Das Spiel von Licht und Schatten legte sich wie ein Muster über ihr Gesicht, während ihre Hände ganz sanft das Bild öffneten. Es wirkte fast so, als würde sie einen Vorhang zur Vergangenheit beiseiteziehen.
In der Nahaufnahme ihrer Augen liegt diese stille Intensität, die so typisch für sie ist. Jede Wimper gestochen scharf, jeder Lichtreflex ein Gedanke, der unausgesprochen bleibt. Und während das Licht durchs Fenster fällt, entsteht eine Intimität, die kaum greifbar ist – aber spürbar.
Doch das Shooting hatte auch seine verspielten Momente: Judy lachte, drehte sich in Pose, und ihre Zöpfe schwangen dabei wie feine Pinselstriche durch das Bild. Mit Hut und leuchtendem Blick entstand eine leichte, fast filmisch wirkende Szene, in der sie ganz bei sich war – frei und echt.
Ein weiteres Bild zeigte sie mit nackter Schulter am Fenster, nachdenklich, verletzlich und gleichzeitig voller Stolz. Ihr Blick ging hinaus, vielleicht schon voraus – in eine neue Phase, in der das Alte abgelegt wird, ohne es zu verlieren.
Besonders eindrucksvoll war die Szene mit den Glühbirnen. Judy umgeben von Licht – und doch wirkt sie wie das hellste davon. Das Setting war reduziert, aber kraftvoll. Ihre Silhouette zeichnete sich scharf vom Schwarz ab, während die Haare wie goldene Linien über ihre Schulter flossen. Die Energie im Raum war spürbar.
Der Wechsel ins Bett-Set brachte noch einmal eine andere Seite zum Vorschein. Sinnlich, ruhig, beinahe träumerisch. Ob wach oder schlafend – Judy wirkte ganz bei sich. In einer Szene lag sie ausgestreckt auf weißer Bettwäsche, die Zöpfe wie eine wilde Strömung um sie verteilt. In einem anderen Moment war sie eingerollt, geborgen in sich selbst, und trotzdem präsent wie selten zuvor.
Zum Abschluss entstand eine Serie mit Judy in einem goldgelben Kleid am Fenster. Der Ton des Stoffes harmonierte perfekt mit ihrem Haar, das noch einmal in voller Pracht glänzte. Es war ein letzter Tanz mit dieser Frisur – voller Wärme, Licht und einem Hauch Melancholie.
Und dann war da noch dieses eine, episch inszenierte Bild auf dem Boden. Judy in Weiß, mit starken Kontrasten und einem Hauch von Film-Noir. Es war mehr als nur ein Porträt – es war eine Haltung, ein Gefühl, ein Statement.
Dieses Shooting war ein Abschied – aber einer, der gefeiert wurde. Mit Licht, Stil und einem Model, das sich selbst treu bleibt. Danke, Judy, für diesen Moment.