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Ich komme wieder – diesmal aus dem 3D-Drucker

13.November 2025

Ich komme wieder – diesmal aus dem 3D-Drucker

Es gibt Filmzitate, die brennen sich ein. „Ich komme wieder“ oder „Sprich zu der Hand“ gehören für mich ganz klar dazu. Die Terminator-Reihe hat mich schon als Kind fasziniert – diese Mischung aus kaltem Metall, ikonischer Silhouette und gnadenlosem Durchmarsch ist einfach unverwechselbar. Und genau diesen Traum erfülle ich mir jetzt: Ich baue mir meinen eigenen Terminator.

Wie sollte es bei mir auch anders sein? Ein kleines Tischmodell hat hier Hausverbot. So wie mein Alien, Wall-E, Bumblebee und auch mein Ironman-Anzug wird dieser Terminator kein Dekofigürchen, sondern ein echtes Statement-Projekt. Getreu meinem Motto „BIG IS BIGGER“ zieht auch Arnie in Lebensgröße bei mir ein – mit allem, was dazu gehört: Mechanik, Licht, Sound und natürlich einer ordentlichen Portion Nerdliebe.

Der Startschuss fällt – wie immer – beim 3D-Druck. Bevor irgendwelche Servos surren oder LEDs glühen, müssen erst einmal Berge an Plastik geschmolzen werden. Einige Kilo Filament werden dabei garantiert wieder spurlos in Einzelteilen verschwinden, nur um Schicht für Schicht den T-800 wachsen zu lassen. Aus ein paar unscheinbaren Spulen wird langsam eine Maschine, die man sonst nur von der Kinoleinwand kennt.

Ich liebe genau diesen Moment: Wenn aus einer verrückten Idee ein Projekt wird, das den Drucker rund um die Uhr beschäftigen wird. Jede noch so kleine Platte, jedes Gelenk, jeder Schädelteil wandert aus dem Druckbett in die Werkstatt – zum Schleifen, Kleben, Spachteln und Lackieren. Schritt für Schritt entsteht aus digitalen Dateien ein echter, greifbarer Terminator, der später einmal in meinem Studio für ordentlich Gänsehaut sorgen soll.

Also los geht’s: „Lasst das Drucken beginnen.“

Das hier wird kein kleines Experiment, sondern ein weiteres Kapitel in meiner Reihe „Was kann man noch alles in Lebensgröße bauen?“. Wenn du mich schon eine Weile verfolgst, weißt du: Das wird wieder verrückt, aufwendig und garantiert alles andere als dezent. Genau so, wie ich es mag.

Bleib dran – der T-800 ist unterwegs. Und ja… er kommt wieder. 

15. November 2025

Noch ist eine Menge zu drucken, aber eins steht fest: Arnie lebt schon jetzt.

Die CPU schnurrt, als würde sie leise „I’ll be back“ flüstern, und die Augen glühen bereits in diesem ikonischen, filmreifen Rot, das man einfach sofort mit dem T800 verbindet. In dem Moment, in dem die LEDs das erste Mal aufleuchteten, war klar: Das wird nicht einfach nur eine Statue, das wird eine Maschine mit Charakter.

Auch der Kopf ist nicht mehr starr. In der Halswirbelsäule sitzt ein Servomotor, darunter ein kleiner Arduino, der im Hintergrund ganz entspannt seine Arbeit verrichtet. Darüber habe ich eine zufällige Bewegung programmiert – mal dreht sich der Kopf ein Stück nach links, mal weiter nach rechts, mal bleibt er länger in einer Position stehen, bevor er wieder in die andere Richtung gleitet. Welche Richtung, wie weit und mit welcher Pause dazwischen, ist komplett per Zufall parametriert. Genau das macht die Bewegung so spannend, weil sie nicht nach starrem Muster aussieht, sondern eher wie ein Suchmodus – als würde der T800 seine Umgebung scannen.

Besonders wichtig war mir, dass die Bewegung weich und realistisch wirkt. Kein hektisches Zucken, kein Ruckeln, sondern eine fließende Drehung, wie man sie aus dem Film kennt, wenn Arnie seinen Blick langsam auf ein Ziel richtet. Also hieß es: Feintuning im Code, Geschwindigkeiten anpassen, Grenzen der Drehwinkel sauber setzen und testen, testen, testen. Neben mir der 3D-Drucker, der unermüdlich weitere Teile ausspuckt, vor mir der Terminator-Kopf, der mich mit rot glühenden Augen anschaut – ein ziemlich geiles Gefühl.

Natürlich ist das alles erst der Anfang. Der Körper, die Mechanik dahinter, die komplette Verkabelung und später das Weathering stehen noch an. Aber genau das liebe ich an solchen Projekten: Während in der Werkstatt noch Kilos an Filament durch die Düsen laufen, fängt die Vision schon an, greifbar zu werden.

17. November 2025

Die Drucker laufen und laufen – und man merkt langsam, dass da nicht nur ein paar Plastikteilchen entstehen, sondern ein echtes Maschinen-Monster. Stück für Stück nimmt der T800 Form an. Im Moment bringt der komplette Oberkörper mit Brustkorb, Kopf und Schultern bereits ein stattliches Gewicht von rund 6 Kilo auf die Waage. Wenn ich ihn auf die Werkbank stelle, wirkt es weniger wie ein Bastelprojekt und mehr wie ein halber Terminator, der schon jetzt bereit wäre, „Zielerfassung aktiviert“ zu flüstern.

Besonders spannend finde ich gerade den Moment, in dem sich all die einzelnen Druckteile zu einem erkennbaren Endoskelett zusammenfügen. Wo vorher nur lose Segmente, Kolben und Schädelhälften lagen, steht jetzt ein massiver Oberkörper vor mir, der mich mit glühenden Augen anschaut und mit jeder Verstrebung mehr nach Filmrequisite als nach Hobbykeller aussieht. Die ganzen Streben, Dämpfer und Mechanikelemente fangen langsam an, Sinn zu ergeben – der Torso wirkt plötzlich nicht mehr hohl, sondern wie ein funktionierendes Innenleben.

Und während der aktuelle Stand schon ziemlich imposant ist, sind die Drucker noch lange nicht arbeitslos. Arme, Hände, Details für die Mechanik – da wartet noch einiges an Druckzeit, Spachtel, Schleifpapier und Flüchen auf mich. Aber genau das macht mir Spaß: Parallel zum wachsenden Körper kann ich immer weiter Elektronik, Servos und Licht einplanen, Kabelwege vorbereiten und mir ausmalen, wie Arnie später in voller Größe im Studio steht.

Was jetzt schon klar ist: Wenn der Oberkörper jetzt bereits 6 Kilo wiegt, möchte ich eigentlich gar nicht so genau wissen, wo wir am Ende landen. Aber hey – „BIG IS BIGGER“. Und jedes zusätzliche Gramm bringt mich einem Ziel näher: einem lebensgroßen T800, der nicht nur nach Terminator aussieht, sondern sich auch so anfühlt.

19. November. 2025

Heute standen ganz unscheinbar die Finger auf dem Programm – und ich sag’s euch: ich war mindestens zehnmal kurz davor, alles an die Wand zu schmeißen.

Auf den Bildern wirken diese Teile immer so schön clean und easy. In echt sitzt du da mit zittrigen Händen, winzigen Pins, Sekundenkleber und der leisen Hoffnung, dass nichts auf Nimmerwiedersehen vom Tisch springt.

Jedes Fingerglied besteht aus mehreren kleinen Elementen, die mit Mini-Pins verbunden werden. Theoretisch simpel, praktisch eine echte Geduldsprobe. Pin halten, Teil ausrichten, Kleber dosieren, hoffen, dass nichts verrutscht – und dann noch versuchen, nicht selbst dauerhaft mit dem Terminator verschmolzen zu sein, weil der Sekundenkleber wieder schneller war als das Gehirn.

Zwischendrin habe ich mir ernsthaft gedacht: „Warum baue ich mir nicht einfach eine Tischfigur?“ – Antwort: Weil BIG IS BIGGER. Also weiter machen.

Besonders spannend war die Kombination aus Zittern in den Händen und diesen Mini-Pins. Das fühlt sich ein bisschen an wie ein Endgegner-Level in einem Videospiel: du weißt genau, was du tun musst, aber deine Finger haben plötzlich ihren eigenen Kopf. Also tief durchatmen, neu ansetzen, fluchen, lachen, nochmal probieren – und Stück für Stück wird aus losem Plastik tatsächlich eine funktionierende Terminator-Hand.

Aber: Die Mühe lohnt sich jetzt schon. Wenn ich die Finger so nebeneinander liegen sehe, wie sie langsam Form annehmen, bekomme ich eine leise Ahnung davon, wie es später wirkt, wenn dieses lebensgroße Endoskelettirgendwann die Hand hebt. Während im Hintergrund die Drucker weiter Beine, Wirbelsäule & Co. ausspucken, wächst vorne an der Werkbank gerade das, womit Arnie später nach euch greifen wird.

Und ganz ehrlich: Genau diese Mischung aus Frust, Fummelei und „Boah, wie geil sieht das denn bitte aus?“ macht das Projekt für mich aus. Ich komme wieder – und Arnie jetzt Stück für Stück auch.

20./21. November 2025

Der nächste große Meilenstein ist geschafft: Arnie steht endlich als halber Terminator in meinem Studio. Noch „nur“ in schwarzer Grundierung, aber mit Kopf, Oberkörper, Armen, Torso und Becken wirkt das Ganze jetzt schon verdammt mächtig. Die Beine fehlen zwar noch, aber genau das macht es fast noch schräger – als würde der T-800 sich jeden Moment vom Montagebock lösen und losmarschieren wollen.

Im Video seht ihr den aktuellen Baufortschritt in Bewegung. Die schwarze Grundierung schluckt zwar noch viel Licht, aber genau das sorgt für diesen düsteren, fast schon bedrohlichen Look. Die Proportionen stimmen, die Silhouette ist da – und zum ersten Mal bekommt man so richtig ein Gefühl dafür, wie wuchtig Arnie später in Lebensgröße vor einem stehen wird. Wenn der Kopf sich dann langsam dreht und die Kamera an ihm vorbeifährt, merkt man: Aus vielen einzelnen 3D-Druckteilen ist eine echte Maschine geworden.

Die Elektronik spielt natürlich auch schon fleißig mit. Die Augen glühen in einem satten, filmreifen Rot und verleihen dem Endoskelett diesen typischen „Ich scanne dich gerade“-Blick. Gesteuert wird das Ganze von einem kleinen Arduino, der die Kopfbewegung über den Servomotor in der Halswirbelsäule regelt. Mal dreht sich der Kopf zufällig nach links, mal nach rechts, mal bleibt er kurz stehen, als würde der T-800 überlegen, ob du Freund oder Feind bist. Diese Zufälligkeit macht die Bewegung schön unberechenbar – und genau das sorgt für den Gänsehautmoment, wenn man davor steht.

25. November 2025

Weiter geht’s mit meinem T800-Tagebuch – diesmal heißt das Kapitel ganz offiziell: Leg Day.

Die Drucker sind stumm, das Filament darf sich ausruhen. Alle Teile für meinen Terminator sind inzwischen gedruckt, sortiert, entgratet und grob vorbereitet. Erst wenn es an die Plasmawaffe und die Bodenplatte geht, werden die Bambu-Kollegen wieder aufgeweckt.

Operation Bein 

Vor mir auf dem Schreibtisch lag ein Meer aus schwarzen Bauteilen. Zylinder, Gelenke, Kolben, Schrauben, Verbindungsstücke – und dazwischen überall Ausdrucke mit Konstruktionszeichnungen. Auf dem Monitor die Referenzbilder, davor der Kaffee und irgendwo dazwischen die Tastatur, die ich nur noch erahnen konnte.

Es fühlte sich ein bisschen an wie ein riesiges 3D-Puzzle aus der Hölle: Jeder kleine Ring, jede Buchse hat ihren Platz. Wenn du an einer Stelle ein Teil vertauschst, merkst du es erst drei Schritte später – und darfst alles wieder auseinandernehmen.

Also: Erstmal sortieren, dann trocken stecken, immer wieder mit den Zeichnungen vergleichen. Der Unterschenkel des T800 ist vollgestopft mit Dämpfern, Streben und diesen ikonischen „Hydraulik“-Zylindern. Genau die wollte ich natürlich funktional aufbauen, damit es später glaubwürdig wirkt, wenn Arnie auf seiner Base steht.

Von PETG-Bröseln und Bohrstaub

Der eigentliche Zusammenbau war dann eine Mischung aus Feinmechanik und Baustelle:

Bohrer, Sekundenkleber, Schleifpapier, Dremel – alles im Dauereinsatz. An manchen Stellen mussten Bohrungen minimal aufgeweitet werden, an anderen habe ich bewusst etwas Spiel gelassen, damit das Bein nicht verkantet. Die ersten Tests haben direkt gezeigt, wie lang so ein T800-Schienbein wirklich ist. Auf der Werkbank sah es schon beeindruckend aus, aber wenn du das Teil einmal komplett zusammengesetzt vor dir liegen hast, weißt du: „Okay, das wird ernst.“

Die zwei langen schwarzen „Hydraulik“-Zylinder kamen zum Schluss dran. Wenn die erst mal sitzen, wirkt das Bein sofort wie ein Maschinenbauteil und nicht mehr wie ein Haufen gedruckter Einzelteile. Ein paar Mal musste ich die Bolzen wieder lösen, ausrichten, nachfeilen – aber am Ende lief alles sauber und spannungsfrei durch.

Der Moment, in dem Arnie Beine bekommt

Als das erste Bein fertig war, ging es direkt an Nummer zwei. Gleicher Wahnsinn, gleiche Teile, aber immerhin weiß man beim zweiten Mal genau, wo man sich beim ersten Bein schon geärgert hat. Nach ein paar Stunden Schrauben, Kleben und Fluchen lagen dann zwei komplette Endo-Beine neben dem bereits montierten Oberkörper.

Dann kam der große Moment: Der T800 wurde auf dem Boden „in OP-Position“ gelegt, die Beine an das Becken geflanscht, alles verschraubt und gesichert. Zum ersten Mal konnte ich die komplette Länge meines Projekts sehen – vom Schädel bis zur Fußspitze.

Und ja, BIG IS BIGGER – der Junge ist lang. Sehr lang.

Aufstehen, Soldat!

Damit Arnie das erste Mal stehen kann, brauchte es natürlich noch etwas improvisiertes Skynet-Bodenpersonal: ein stabiles Lampenstativ als Rückenstütze. Also vorsichtig den T800 angehoben, mit den Hüften auf das Stativ gesetzt, oben am Rücken gesichert und langsam zurückgetreten.

Da stand er nun in meinem Büro:

Der Kopf, der Oberkörper schon tiefschwarz grundiert, die Beine noch mit Schleifspuren, voll mit Details, Kolben und Platten. Zwischen meinen Kameras, Masken und Props wirkt der T800 jetzt schon wie das natürliche Zentrum des Raumes. Man erwartet fast, dass er jeden Moment den Kopf dreht und mit diesem typischen metallischen Knarzen einen Schritt nach vorne macht.

 

Heute war es soweit: Arnie steht. Nicht halb, nicht irgendwie zusammengehalten mit Klebeband, sondern einmal komplett – von den metallischen Füßen bis zum grimmigen Schädel – mitten in meinem Studio bei GosdschanFotografie.

Ein Moment, auf den ich seit den ersten Druckschichten gewartet habe.

Im heutigen Video könnt ihr genau diesen Gänsehaut-Moment miterleben. Ich nehme euch mit in mein Studio und zeige euch Arnie das erste Mal in voller Größe. Die Kamera wandert von den Füßen langsam nach oben, über die mechanischen Details der Beine, den massiven Torso bis hin zum ikonischen Schädel. Plötzlich wirkt alles, was bisher “nur” nach vielen Stunden 3D-Druck, Kleben, Schleifen und Fluchen klang, auf einmal wie ein echter Terminator, der gleich “I’ll be back” knurrt. Durch den Sucher zu schauen und diesem Kerl auf Augenhöhe zu begegnen, ist einfach nur irre.

Zwischen meinen Studiolampen, Requisiten und Kostümen bekommt man im Video auch ein gutes Gefühl dafür, wie groß das Projekt wirklich geworden ist. Arnie dominiert den Raum – genau so, wie ich mir das von Anfang an vorgestellt habe. BIG IS BIGGER eben. Plötzlich fügt sich alles zusammen: die unzähligen Teile aus den Druckern, die innere Konstruktion, die ersten Tests mit der Technik im Kopf – jetzt steht er da wie ein Gast aus Skynet, der kurz bei mir im Harz vorbeischaut.

Aber auch wenn Arnie im Video schon mächtig Eindruck schindet: Fertig ist die Reise noch lange nicht. Die Drucker haben aktuell Pause, denn alle Bauteile sind gedruckt. Als Nächstes wartet der metallische  Lack. Und dann werden die Drucker wieder aufgeweckt – für die Plasmawaffe und die passende Bodenplatte, damit Arnie nicht einfach nur “im Studio steht”, sondern wie in einer Filmszene in Szene gesetzt wird.

Bis dahin genieße ich einfach den Moment, jedes Mal, wenn ich ins Studio komme und da dieser lebensgroße T800 steht. Im Video bekommt ihr einen kleinen Vorgeschmack darauf, was da noch kommt.

29. November 2025

Das erste Silber ist drauf – und plötzlich steht da kein schwarzer Plastikklotz mehr, sondern ein waschechter Terminator in meinem Studio. Kaum war die Grundschicht aufgetragen, wirkte der T800 sofort deutlich metallischer. Die Formen kommen viel besser zur Geltung, Kanten, Hydraulikzylinder und all die kleinen Details, die der 3D-Drucker so mühsam ausgespuckt hat, bekommen endlich Charakter. Genau so habe ich mir das Ding im Kopf vorgestellt, als ich mit den ersten Dateien angefangen habe.

Aktuell ist es „nur“ der erste Metallton, sozusagen die Basisrüstung von Arnie. Als Nächstes geht es an Schattierungen und Highlights. Mit Airbrush und Pinsel werden Vertiefungen abgedunkelt, Kanten aufgehellt und einzelne Bereiche leicht variiert, damit der Look nicht wie eine homogene Silberkugel wirkt, sondern eher wie beanspruchtes, kaltes Maschinenmetall. Ziel ist ein realistischer Mix aus gebürstetem Stahl, leichten Gebrauchsspuren und der typischen, etwas dreckigen Endzeit-Optik, die man aus den Filmen kennt. Später kommen dann noch Rost, Ölspuren und Weathering dazu – der T800 soll schließlich aussehen, als hätte er schon ein paar Schlachten hinter sich.

Während die Lackschichten trocknen, wird natürlich nicht nur dagesessen und gewartet. Parallel bastle ich an der passenden Plasmawaffe, damit der Gute nicht mit leeren Händen dasteht. Auch hier kommt wieder der 3D-Druck zum Einsatz, kombiniert mit ein paar Tricks aus dem Cosplay-Bereich, damit das Teil nicht nur gut aussieht, sondern auch halbwegs „filmreif“ in der Hand liegt.

Und weil ein Terminator nicht einfach irgendwo im Raum stehen kann, geht es außerdem an die Bodenplatte. Die soll später das komplette Projekt zusammenhalten und dem T800 einen würdigen Auftritt verschaffen. Ob Trümmer, Metallplatten oder eine Szene, die an die zerstörte Zukunft erinnert – die Ideen stapeln sich schon im Kopf. Schritt für Schritt nimmt Arnie also nicht nur als Figur, sondern als komplettes Display seinen Platz in meinem Studio ein. „I’ll be back“ ist damit nicht mehr nur ein Spruch, sondern steht hier mittlerweile ziemlich eindrucksvoll auf Rädern im Raum.

1. Dezember 2025

Heute war Bodenarbeiten angesagt – und nein, ich habe kein Laminat verlegt, sondern endlich die Base für meinen T-800 in Angriff genommen. Die ganzen, einzeln gedruckten PETG-Segmente der Bodenplatte wurden wie ein riesiges Puzzle zusammengelegt, ausgerichtet und anschließend sauber miteinander verschweißt. Von unten sieht man noch schön die „Narben“ der Schweißnähte, von oben steht da jetzt eine massive, runde Plattform, die dem guten Arnie endlich die Bühne gibt, die er verdient.

Damit es nicht bei einer langweiligen Scheibe bleibt, sind auch schon die ersten Deko-Elemente eingezogen: Schädel, Knochen und kleine Felsbrocken liegen bereits probeweise auf der Platte und geben einen ersten Eindruck vom späteren Diorama. Als nächstes kommt noch ein Stahlträger dazu, der schräg aus der Bodenplatte herausragen wird – wie ein Relikt aus einer zerbombten Ruinenstadt. Und hier und da werden noch weitere Details ihren Platz finden, damit die Szene richtig „lebt“.

Das ganze Setup wird später mit schwarzem Sand überzogen, sodass dieser typische apokalyptische „verbrannte Erde“-Look entsteht. Man soll das Gefühl haben, direkt in die Zukunftsruinen von Los Angeles gestolpert zu sein, kurz bevor Skynet wieder zuschlägt. Apropos Skynet: Das Typenschild des T-800 ist auch schon aus dem Drucker gefallen. Schön fett, gut lesbar und bereits mit einer ersten Schicht Silber grundiert, damit es jetzt schon diesen metallischen, leicht abgenutzten Maschinen-Look bekommt.

Und damit wächst das Gesamtbild immer weiter zusammen: Der Terminator steht nicht mehr provisorisch auf einer Holzplatte, sondern bekommt nach und nach sein finales, filmreifes Umfeld. Mit jeder Schraube, jedem gedruckten Schädel und jeder Schicht Farbe merkt man, wie aus einem Haufen PETG-Teile Schritt für Schritt eine ikonische Filmfigur in Lebensgröße wird. Und ich kann euch versprechen: „He’ll be back“ – und zwar auf einer verdammt schicken Bodenplatte.

3. Dezember 2025

Heute gab es mal einen kleinen Größenvergleich zwischen Arnie und mir. Nach Wochen voller 3D-Druck, Schleifen und Lackieren steht der T-800 nun endlich in Lebensgröße neben mir im Studio. Mein ganz persönlicher Terminator aus dem Harz.

04. Dezember 2025

Kaum war der erste Sand für die Bodenplatte organisiert, musste das Projekt an dieser Stelle auch schon wieder kurz auf Pause gedrückt werden. Für die komplette Wirkung fehlen hier nämlich noch ein paar entscheidende Lichtakzente – und bevor ich da halbgare Lösungen verbaue, heißt es: Stopp, nachdenken, planen. Also wurde die Bodenplatte erst einmal zur Seite gestellt und der Fokus hat sich auf das Herzstück des T-800 verlagert: seine Plasmawaffe.

Zeit für Kabelsalat und Lötzinn!

Heute stand ganz im Zeichen der Elektrik. Während Arnie im Studio schon Eindruck schindet, habe ich ihm jetzt digital sozusagen „Feuer unter dem Hintern“ gemacht – beziehungsweise an die Waffe. Die Schussanimation läuft bereits: Das Energiemuster arbeitet sich über die LEDs, und man bekommt zum ersten Mal ein Gefühl dafür, wie es später aussehen wird, wenn der Terminator im Halbdunkel steht und die Waffe „zum Leben erwacht“.

Parallel dazu funktioniert auch die Ladestandsanzeige des Energielevels. Statt nur eine simple Lampe leuchten zu lassen, gibt es jetzt eine visuelle Rückmeldung, wie viel „Saft“ noch in der Kanone steckt. Genau solche kleinen Details machen für mich den Unterschied zwischen „ist ganz cool“ und „fühlt sich an wie ein Filmprop“. Im aktuellen Video könnt ihr sehen, wie die Elektronik schon arbeitet, auch wenn außenrum noch viel nach Rohbau aussieht.

Natürlich ist das alles noch weit weg von „fertig“. Im nächsten Schritt wird die Lichttechnik weiter verfeinert, Kabel sauber verlegt und die Soundintegration. Aber eines ist jetzt schon klar: Mit jeder LED, jeder Animation und jeder Zeile Code wird aus einem 3D-Druck-Bausatz immer mehr der Terminator, den ich mir seit Jahren im Kopf ausgemalt habe. Und sobald die Bodenplatte mit ihrem apokalyptischen Lichtsetup nachzieht, greifen alle Teile dieses Projekts ineinander. „Ich komme wieder“ – und zwar mit noch mehr Strom, Licht und Effekten.

06. Dezember 2025

Heute kamen die Spots bei mir an – und was soll ich sagen: Ich musste sie natürlich sofort auspacken, anschließen und testweise um Arnie herum positionieren. Schon nach den ersten Klicks auf der Fernbedienung war klar: Oh ja, das wird richtig, richtig geil. Das kalte Cyan frisst sich von unten durch den Nebel, zeichnet jede Kontur des Endoskeletts nach und lässt die Schädel auf der Bodenplatte unheimlich aus der Dunkelheit auftauchen. Mit jedem Farbwechsel verändert sich die Stimmung komplett: Im knalligen Rot wirkt der T-800, als stünde er mitten im Feuersturm von Skynet, bereit, durch die Zeit zu marschieren. Im tiefen Blau bekommt die Szene einen fast schon futuristisch-sterilen Look, als würde Arnie in einem dunklen Labor auf seinen nächsten Einsatz warten.

Besonders spannend ist, wie das Licht an den metallischen Flächen bricht – Schultern, Zylinder, Verbindungen und Kabel werden plötzlich zu eigenen Charakteren im Bild. In Kombination mit dem Nebel sieht es jetzt schon aus wie eine fertige Filmszene, obwohl überall noch Kabel, Netzteile und Hilfsmittel herumliegen. Genau so liebe ich es: Erst wird ausprobiert, gespielt, geschoben, bis das Gefühl passt – aufräumen kann ich später. Der T-800 steht jetzt nicht mehr einfach nur im Studio, er spielt mit dem Licht. Und das war erst der Anfang: Als Nächstes werden die Spots feinjustiert, Effekte programmiert und natürlich auf die Plasmawaffe und weitere Details abgestimmt. „Ich komme wieder“ – diesmal mit voller Lichtgewalt.

 

07. Dezember 2025

Heute ging es wieder der Bodenplatte an den Kragen. Die Spots, die bisher nur provisorisch standen, haben jetzt ihren endgültigen Platz gefunden und wurden sauber fixiert – Kabel verlegt, ausgerichtet, damit später alles perfekt auf den T-800 fokussiert ist. Der Stahlträger, auf dem der Fuß steht, wirkt dadurch noch mehr wie eine echte Ruine aus „Judgment Day“.

Danach war die Oberfläche dran. Die gedruckten Felsbrocken und Steine wurden endgültig verklebt und verfugt, damit nichts mehr verrutscht, wenn der gute Arnie in voller Größe auf der Base steht. Anschließend habe ich die komplette Landschaft mit Epoxidharz eingepinselt – eine klebrige, aber lohnende Sauerei. In das noch nasse Harz kam dann großzügig schwarzer Sand, der sich wie eine Schicht Asche über alles legt und jetzt langsam mit dem Harz aushärtet.

Das Ergebnis: Die Bodenplatte bekommt genau den Look, den ich mir gewünscht habe – verbrannte Erde, als hätte der Krieg gegen die Maschinen gerade erst stattgefunden. Die Schädel und Kleinteile mussten für diesen Arbeitsschritt kurz weichen und warten noch neben der Base auf ihren finalen Einsatz. Sobald alles durchgehärtet ist, ziehen sie wieder ein und die Szene wird noch ein Stück apokalyptischer. „Ich komme wieder“ – und die Base ist schon mal bereit dafür.

09. Dezember 2025

Es schießt, blinkt, leuchtet, dreht den Kopf – und Musik macht es auch noch. Ganz ehrlich: zwischendurch war ich kurz davor, das Handtuch zu werfen, weil einfach nie alles gleichzeitig so laufen wollte, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber genau jetzt tut es das – und wie!

Die Augen glühen bedrohlich rot, der Kopf dreht sich dank Servo ganz relaxt nach links und rechts, die Plasmawaffe feuert mit Lichteffekten und Sound, und im Hintergrund läuft der passende Terminator-Soundtrack. All die Stunden Löten, Fluchen, Kabel suchen, Code anpassen und wieder von vorn anfangen haben sich genau für diesen Moment gelohnt. Die Technik lebt – Arnie ist offiziell online.

Im nächsten Schritt geht es jetzt ans „Aufräumen hinter den Kulissen“: Alle Kabel werden sauber verlegt, gebündelt und so gut wie möglich versteckt, damit nichts mehr vom Gesamteindruck ablenkt. Die Plasmawaffe muss außerdem noch ihren finalen Look bekommen – aktuell ist sie noch ein Rohdiamant. Lack, Schattierungen und Gebrauchsspuren fehlen noch, bevor sie in Arnie’s Arme wandert und er so wirkt, als sei er direkt aus „Tag des Jüngsten Gerichts“ in mein Studio marschiert.

Und dann kommen die Feinheiten: kleine Synchronisationsfehler ausmerzen, Übergänge glätten, Timing von Licht, Sound und Bewegung perfektionieren. Noch ist alles viel zu clean – das passt so gar nicht zur verbrannten Erde auf der Bodenplatte. Schließlich macht der ganze Aufwand mit schwarzem Sand, Harz und apokalyptischem Look keinen Sinn, wenn daneben ein Hochglanz-T800 steht. Also: Weathering, Dreck, Kampfspuren und Patina sind als Nächstes dran. Der Plan steht – I’ll be back mit dem nächsten Update.