Jenny, ein Dodge RAM und der Tagebau bei Elbingerode – wenn Kraft auf Charakter trifft
Es gibt Shootings, da weiß man schon vorher: Das wird nicht einfach nur „ein paar Bilder machen“. Das wird groß. Das wird laut. Das wird staubig. Und genau so ein Shooting durfte ich mit Jenny und einem Dodge RAM im Tagebau bei Elbingerode umsetzen.
Allein diese Location ist schon ein Brett. Der Tagebau hat eine ganz eigene Wucht. Keine hübsche Parkbank, kein Blumenfeld, kein sauberer Hintergrund. Sondern Stein, Staub, Kanten, Abbruch, Weite und diese rohe Industrie-Atmosphäre, die man nicht künstlich nachbauen kann. Genau das liebe ich. Eine Umgebung, die nicht versucht, schön zu sein – und gerade dadurch verdammt stark wirkt.
Und dann steht da dieser Dodge RAM.
Schwarz. Breit. Gewaltig. Kein Auto, das irgendwo brav im Hintergrund parkt. Der RAM nimmt sich seinen Platz. Der wirkt nicht wie ein Requisit, sondern wie ein Charakter im Bild. Diese Front, diese Reifen, diese Präsenz – das Ding sieht aus, als würde es sich durch den Tagebau nicht bewegen, sondern ihn einfach akzeptieren lassen, dass es jetzt da ist.
Und genau in dieser Kombination wurde es spannend: Jenny vor dieser Kulisse, neben dieser Maschine, mitten in dieser rauen Umgebung. Das hätte schnell zu hart, zu plump oder zu klischeehaft werden können. Wurde es aber nicht. Denn Jenny bringt genau das mit, was so ein Set braucht: Ausstrahlung, Selbstbewusstsein und diesen Blick, der sagt: „Ich gehöre hier hin.“
Cowboyboots, kurze Jeans, offene Hemden, Bandana, Hut – es hatte diesen Western-Charme, aber ohne verkleidet zu wirken. Eher wie ein moderner Outlaw-Vibe mitten im Harz. Staub statt Studioboden. Felswände statt Hintergrundrolle. Dodge RAM statt Deko. Genau mein Ding.
Was ich an solchen Shootings liebe, ist dieses Spiel zwischen Gegensätzen. Der RAM steht für Kraft, Masse und pure Präsenz. Jenny bringt Leben, Ausdruck, Eleganz und eine gewisse Frechheit dazu. Zusammen ergibt das keine brave Autoshooting-Serie, sondern Bilder mit Haltung. Wild, direkt, ein bisschen dreckig – aber trotzdem ästhetisch.
Der Tagebau bei Elbingerode war dafür die perfekte Bühne. Diese großen Steinwände, die hellen Flächen, das harte Licht, der Staub am Boden – alles hatte diesen cineastischen Look. Man musste gar nicht viel künstlich machen. Die Location hatte schon ihren eigenen Sound, auch wenn es still war. Man spürt förmlich das Gewicht der Umgebung.
Für mich war es wieder so ein Shooting, bei dem alles zusammenkam: starke Location, starkes Fahrzeug, starkes Model. Genau diese Mischung macht Fotografie für mich aus. Nicht einfach nur „hübsch“. Sondern Bilder, die knallen. Bilder, die nach Benzin, Staub und Sommer aussehen. Bilder, bei denen man merkt: Da war nicht nur eine Kamera dabei, da war Stimmung.
Jenny hat den Dodge RAM nicht einfach begleitet – sie hat ihn gezähmt. Und der Tagebau hat dem Ganzen den Rahmen gegeben, den so ein Set verdient. Groß, rau, besonders.
Am Ende war es genau das, was ich an meinen Shootings liebe: ein bisschen verrückt, ein bisschen überdimensioniert, ein bisschen „Big is Bigger“ – und genau deshalb GosdschanFotografie.













